Es gibt Sommertage, die sich leise ins Gedächtnis legen – nicht wegen großer Ereignisse, sondern wegen der unzähligen kleinen Augenblicke, die Menschen miteinander teilen. Ein solcher Tag war der 21. Juni in Poppendorf, als der Kulturverein am Musenhof zum Sommerfest für die Kurzen einlud.
Die Sonne meinte es gut mit den Besuchern. Ein sanfter Wind strich über das Festgelände, Kinderlachen erfüllte die Luft, und überall war die unbeschwerte Freude eines Sommertages zu spüren.
Zwischen den vielen Angeboten zog ein Stand die Blicke immer wieder auf sich: Die Schützengesellschaft hatte einen Bogenstand aufgebaut. Dort warteten Pfeil und Bogen nicht nur auf die jüngsten Besucher. Kinder mit leuchtenden Augen stellten sich ebenso an die Schießlinie wie Eltern, die für einen kurzen Moment den Alltag hinter sich ließen. Mit einem Lächeln versuchten sie ihr Glück und konnten sich vorstellen, einmal selbst ein Held aus alten Geschichten zu sein – ganz wie Robin Hood, wenn auch ohne Lederstrümpfe.
Betreut wurde der Bogenstand von den Schützenbrüdern Thomas und Knut. Dass ihnen dieser Tag am Herzen lag, zeigte sich nicht zuletzt daran, dass Thomas eigens eine gute Stunde Anfahrt auf sich genommen hatte, um seinen Schützenbruder Knut zu unterstützen. Gemeinsam erklärten sie den sicheren Umgang mit Pfeil und Bogen, gaben geduldig Tipps und freuten sich mit jedem Besucher über gelungene Treffer. So wurde aus jedem Schuss eine kleine Erfolgsgeschichte und aus jedem Versuch ein gemeinsames Erlebnis.
Als der Tag langsam seinem Ende entgegenging, blieb mehr zurück als nur Erinnerungen an Spiele und Aktivitäten. Es war das Gefühl einer Gemeinschaft, die sich Zeit füreinander genommen hatte. Das Sommerfest des „Kulturvereins am Musenhof e.V.“ zeigte einmal mehr, dass die schönsten Geschichten oft dort beginnen, wo Menschen zusammenkommen, miteinander lachen und aus einem gewöhnlichen Sommertag etwas Besonderes machen.

